Chronik

 

Das Erbe bewahren

Das Bestehende erhalten

Gemeinsam die Zukunft bauen

 

Das ist unser Motto!

 

Hier bekommen Sie einen Abriß über die bewegte Geschichte unseres Vereins, die durch tatkräftige und engagierte Mitglieder geprägt ist.

Am 14. Dezember 1950 kam im "Goldenen Pflug" in Oggersheim ein Gründungsausschuss zusammen, der schließlich

am 30. Dezember 1950 mit 30 Gründungsmitgliedern den Reit- und Fahrverein ins Leben rief.

Der erste Präsident wurde Hermann Blaul, welcher Vorsitzender und Motor des Gründungsauschusses war.

"Wir fingen an mit einem "Anfang", aber sonst mit nichts, außer einem großen Optimismus und einem Berg voll Schwierigkeiten, den es zu überwinden galt"

Anfang, so hieß das erste Pferd des neugegründeten Vereins, war ein hübsches, aber schwieriges Pferd. Es wurde zum Symbol des Aufbaus.

Die Mayerschen Wiesen am Stadtpark in Oggersheim wurden die Trainingsstätte, darüber hinaus gab es einen Platz mit Beleuchtung nahe der gleichnamigen Brauerei. 1951 engagierte der junge Verein den Oberstleutnant a.D. Hans Leinveber als festangestellten Reitlehrer und im selben Jahr bezog das Pferd Anfang als erstes Vereinspferd einen Platz in einem der zur Verfügung gestellten Ställe.

Eine Scheune auf dem Barthschen Anwesen in der Aichgasse wurde zur gedeckten Reitbahn umfunktioniert. Sie wies

die Maße 8 x 16 Meter auf. 15 Stellplätze standen für Pferde zur Verfügung.

Der Verein entwickelte sich stetig aufwärts. 1953 hatte er bereits 360 Mitglieder.

Pläne zum Bau einer Reitanlage mit Halle und Stallungen nahmen Gestalt an. Die Verhandlungen mit der Brauerei Mayer über das bisher schon genutzte Gelände am Stadtpark traten in ein akutes Stadium, die Finanzierung des Projekts wurden möglich durch erhebliche Geld- und Sachspenden der Mitglieder und von Firmen, Freunden und Förderern des Reitsports.

Die feierliche Grundsteinlegung am 31. Dezember 1957 wurde zu einem Fest für die Reiter unter Beteiligung benachbarter Sportvereine und der Oggersheimer Bevölkerung.

Am 12. September 1958 wurde das Richtfest für die neue Reithalle gefeiert. Nur 15 Tage später war die Einweihung. Die Reitbahn hatte die internationalen Abmessungen 60 x 22 Meter. Die Festrede zur Einweihung hielt der damalige Minister für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten Oskar Stübinger. Das Südwestfunkorchester und ein Chor der BASF umrahmten die Feier musikalisch. Ein Festbankett mit Tanz in der Reithalle beschloss diesen denkwürdigen Tag.

Am 18. Juni 1959 erhielt der Reit- und Fahrverein die Anerkennung als staatliche Reitschule.

Am 28. Dezember 1960 ehrte der Hauptvorstand für Zucht und Prüfung deutscher Pferde, Hans Leinveber für seine Verdienste um die Ausbildung der Reiterjugend mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber.

Trotz der Reithalle waren die fehlenden Stallungen eine große Belastung für den täglichen Reitbetrieb. Egal bei welchem Wetter mußten díe Pferde abends in die Stallungen in der Aichgasse zurückgebracht werden. Der zunehmende Verkehr ließ diesen Weg immer gefahrvoller werden.

Umso größer war die Freude als am 16. Dezember 1961, ungeachtet aller Schwierigkeiten, der neue Stall neben der Reithalle seiner Bestimmung übergeben wurde.

Die Einweihung der gesamten Anlage wurde eröffnet mit einer Pressekonferenz für Vertreter von 80 Tages- und Fachzeitungen des Bundesgebietes!

Am 27. Oktober 1962 wurde in einem Festakt das Gedenk- und Mahnmal des gebürtigen Pfälzers Prof. Otto Kallenbach enthüllt (siehe eigene Rubrik).

Ein großes Vorhaben war Wirklichkeit geworden und immer noch wuchs die Mitgliederzahl und damit die Anzahl der Pferde. Die Zusage des Trakehnerverbandes, Auktionen in Oggersheim abzuhalten, gab den Ausschlag zum Bau eines zweiten Stalles im Jahre 1964. Das Gebäude heißt heute noch "Trakehnerstall"

1985 wurde die "Schlammreiterei" vor den Stallungen beendet, indem pflichtbewusste Mitglieder - Erwachsene und Jugendliche - zu pflastern begannen. Es war eine wahre Knochenarbeit, die dadurch nicht leichter wurde, daß für Essen und Trinken gesorgt war. Nur das Miteinander, verbunden durch eine große Kameradschaft, führte schließlich zum Ziel.

Im Jahre 1991, kurz vor einem großen Hallenturnier, bricht unter dem Schleppdach der Halle durch Brandstiftung ein Feuer aus, das sich durch die dort gelagerten Strohvorräte schnell ausbreitete. Der Feuerwehr gelang es mit ganzem Einsatz, das Wohngebäude und die Stallungen zu retten, so daß unsere Pferde nicht zu Schaden kamen. Die Reithalle jedoch war zu zwei Drittel zerstört. Am Morgen danach stand man vor einem Scherbenhaufen. Die Stadt Ludwigshafen gemeinsam mit Vertretern des Landes und der Bezirksregierung, sagte nach einer von Helmut Luckow einberufenen Krisensitzung finanzielle Hilfe zu.

Besonderer Dank gebührte dem TV Edigheim, der seine Priorität bei der Sportförderung an den Reitverein abtrat.

Schon nach neun Monaten, am 1. Januar 1992, wurde die neuerstandene Reithalle mit einem festlichen Musikreiten eingeweiht.

1994 schlug erneut der Feuerteufel zu. Ein Wohnsitzloser hatte fahrlässig auf dem Heuboden des Schulstalles ein Feuer verursacht, das jedoch schnell gelöscht wurde. Die Pferde konnten durch den umsichtigen Einsatz unseres Stallmeisters Dieter Mangelsdorf gemeinsam mit unserem Mitglied Jürgen Braun aus dem brennenden Stall herausgebracht werden, so daß auch diesmal die Tiere unversehrt blieben.

Innerhalb von vier Wochen war der Schaden behoben.